Forschungsprofil des Lehrstuhls

Forschungsprojekte

Sonderforschungsbereich. Als Teilprojekt des SFB 632 "Informationsstruktur: Die sprachlichen Mittel der Gliederung von Äußerung, Satz und Text" (Potsdam / Berlin) wird am Lehrstuhl die Interaktion informationsstruktureller und grammatischer Bedingungen bei der Herausbildung von Wortstellungsregularitäten in den germanischen Sprachen bearbeitet.

Diachronie und Datenverarbeitung. Eine Besonderheit des Lehrstuhls ist das verschränkte Interesse an Diachronie und Datenverarbeitung, um elektronische Tools für eine moderne computergestützte Erforschung der Sprachgeschichte zu entwickeln.

Qualifikationsprojekte

Die Mitglieder des Lehrstuhls sind in vielfältige Forschungszusammenhänge integriert. Sie setzen auf einem breiten empirischen Fundament traditionelle Forschungsmethoden der historischen Sprachwissenschaft in Beziehung zu modernen theoretischen Fragenstellungen der Linguistik.

Die Untersuchungen beschäftigen sich in erster Linie mit der historischen Grammatik des Deutschen von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei kommen verschiedene Grammatikmodelle ebenso zum Tragen wie Ansätze aus Typologie und Universalienforschung. Mit dem Wissen um die Bedeutung der Variabilität der Sprache wird bei der Erforschung der historischen Sprachstufen des Deutschen außerdem großer Wert auf die Berücksichtigung dialektaler Variation gelegt. Einen wichtigen Teil der Beschreibung und Erklärung sprachlichen Wandels stellt zudem die Reflexion zu angemessenen Modellen des Sprachwandels dar.

Dissertationsprojekte

Ulrike Freywald, M.A.
Syntax und Pragmatik subordinierter V2-Sätze im Deutschen

Sonja Linde, M.A.
Verbalsystem im Altsächsischen


Julia Richling, M.A.
Formale Beschreibung computervermittelter Kommunikation

Andreas Wutz, M.A.
Standardisierungsprozesse im Frühneuhochdeutschen
Habilitationsprojekte

Dr. Svetlana Petrova
Historische Syntax und Informationsstruktur

Dr. Eva Schlachter
[tba]


Dr. Lars Erik Zeige
[tba]

Zeitschriften

Sprachwissenschaft

Die Zeitschrift ›Sprachwissenschaft‹, die am Lehrstuhl für Geschichte der deutschen Sprache mit herausgegeben wird, wurde im Jahr 1976 von Rolf Schützeichel begründet und von ihm gemeinsam mit Herbert Kolb, Klaus Matzel, später mit Rudolf Bergmann und Theo Vennemann herausgegeben. Sie steht der Sprachwissenschaft in ihrer ganzen Breite offen. Das gilt für die behandelten Sprachen und sprachlichen Phänomene wie für die angewandten Methoden. Bei den einzelsprachlich orientierten Beiträgen dominieren die deutsche Sprache und ihre Vorstufen, ohne dass Artikel zu anderen Einzelsprachen ausgeschlossen wären. Daneben werden Artikel mit allgemeiner und theoretischer Thematik veröffentlicht. Publikationssprache ist Deutsch, daneben Englisch und Französisch. Die Zeitschrift bringt keine Rezensionen.

Sprachwissenschaft
herausgegeben von Th. Becker, R. Bergmann, K. Donhauser, H.-W. Eroms, E. Glaser, C. Moulin, T. Vennemann

Paul-Braune-Beiträge

Von 2000 bis 2010 wurde am Lehrstuhl für Geschichte der deutschen Sprache der linguistische Teil der ›Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur‹ herausgegeben. Die von Hermann Paul und Wilhelm Braune im Jahr 1876 gegründete Zeitschrift zählt zu den traditionsreichsten germanistischen Periodika. Ihr Inhalt umfasst neben Arbeiten zur mittelalterlichen Literatur ein breites Spektrum an Aufsätzen und Rezensionen zur historischen Linguistik des Deutschen, den altgermanischen Sprachen sowie zu allgemeinen sprachwandeltheoretischen Fragen.

Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB)
herausgegeben von U. Demske, K. Grubmüller, J.-D. Müller, D. Nübling


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