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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Linguistischer Methodenworkshop

Workshops

LaTeX

Antonio Machicao y Priemer, M.A. und Robyn Kerkhof, B.A.

In diesem Kompaktkurs sollen die Grundlagen für das Arbeiten mit LaTeX vermittelt werden. LaTeX ist ein professionelles Satzsystem, welches viele Vorteile gegenüber konventionellen Textverarbeitungsprogrammen wie Word oder OpenOffice bietet. LaTeX ist stabil, kostenlos und plattformunabhängig (MAC, Linux & Win). Die damit erstellten Dokumente sind typographisch korrekt gesetzt. LaTeX eignet es sich für nahezu alle Dokumentenklassen (Artikel, Präsentationen, Handouts, Briefe, etc.).


Zunächst erklären wir die Grundlagen von LaTeX (Textauszeichnung, Graphiken, Tabellen) und gehen danach auch auf die besonders attraktiven Möglichkeiten der Bibliographieerstellung und Zitierung ein. Anschließend werden einige für Linguisten nützliche Pakete (z.B. zur Erstellung von syntaktischen Bäumen, Glossierungen, IPA-Transkriptionen, usw.) vorgestellt.
 

Es werden keine Kenntnisse vorausgesetzt.

Antonio Machicao y Priemer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Robyn Kerkhof studiert im Master Linguistik und arbeitet als studentische Hilfskraft im Bereich Syntax am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Brain Vision

Dr. Juliane Domke und Dr. Anna Jessen

Die ElektroEnzephaloGraphie (EEG), ein Verfahren zur Messung und Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Gehirns durch Elektroden, erfreut sich innerhalb der psycholinguistischen Forschung immer größerer Bedeutung. Der hier angebotene Kurs wird aus zwei Teilen bestehen: Im ersten Teil wird ein kurzer Überblick gegeben über die EEG-Methode, das Evozieren von EKPs (Ereigniskorrelierte Potenziale) aus dem EEG und über die für die Psycholinguistik zentralen EKP-Komponenten. Im zweiten Teil werden wir anhand von Beispieldatensätzen mit der Software Brain Vision Analyzer Rohdaten aufbereiten, (Grand) Averages berechnen und EKPs plotten.

 

Voraussetzungen: psycholinguistische Grundkenntnisse in der Sprachperzeption

 

Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf 16 begrenzt.

Juliane Domke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Psycholinguistik am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Anna Jessen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am PRIM (Potsdam Research Institute for Multilingualism).

 

Praat I+II (Einführung und Übungsworkshop)

Dr. Stefanie Jannedy und Dr. Melanie Weirich

Praat ist ein plattformunabhängige Software, die für die akustische Analyse von Sprachsignalen in der Phonetik eingesetzt wird (http://www.fon.hum.uva.nl/praat/). Mit Hilfe von PRAAT können Audiosprachdateien in Annotationsschienen transkribiert, annotiert und segmentiert werden und akustische Parameter wie Grundfrequenz, Formanten oder auch die Dauer von Segmenten gemessen werden.

Ziel des ersten Workshops (Praat I) ist es, einen ersten Einblick in den Umgang mit PRAAT zu erlangen und die verschiedenen Möglichkeiten der Nutzung dieses Programms hinsichtlich eigener Hypothesen kennenzulernen.

Ziel des zweiten Workshops (Praat II) ist es, das vorhandene Wissen zu festigen und den Umgang mit vorliegenden Skripten zu erlernen. Dabei werden verschiedene Skripte zur Dauer- oder Formantenmessung vorgestellt und die eigenständige Nutzung und ggf. Editierung der Skripte hinsichtlich der eigenen Fragestellung erlernt. Im Vordergrund steht dabei nicht das selbständige Programmieren, sondern die Anwendung der Skripte.

Stefanie Jannedy ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) Berlin. Melanie Weirich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Eyetracking (Englisch)

Dipl.-Psych. Janna Drummer und Dr. Clare Patterson

This course is aimed at students who would like to learn about the eyetracking method as used in experiments. We will focus on reading experiments in particular. You will learn how eyetracking works, what the recorded measurements mean, and how to use the relevant software. In a practical part of this session you will visit the eyetracking laboratory for a hands-on demonstration. In the final section of this course we will demonstrate the first steps of data preparation using the software “Data Viewer”.

This course is limited to 18 participants.

Janna Drummer und Clare Patterson sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Potsdam Research Institute for Multilingualism (PRIM).

 

Lernerdaten aus dem Klassenzimmer

 Ingo Fehrmann, M.A. und Dr. Nicole Schumacher

Lernerdaten aus dem Klassenzimmer ermöglichen es uns, den Sprachgebrauch von Lernenden in der Interaktion zu beobachten. In diesem Workshop erarbeiten wir uns gemeinsam exemplarische Fragestellungen sowie Anforderungen an ein Untersuchungsdesign. Anhand eines vorbereiten Beispiels gehen wir verschiedene Phasen einer Videoanalyse durch.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in der Linguistik und in der Zweitspracherwerbsforschung

Ingo Fehrmann und Nicole Schumacher sind wissenschaftliche Mitarbeiter im Bereich DaF am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Korpus I

Carolin Odebrecht, MA.

Korpora können bei diversen linguistischen Fragestellungen zu Forschungserkenntnissen beitragen. Beim Umgang mit Korpora bedarf es allerdings einiger methodischer und theoretischer Vorüberlegungen, ansonsten können leicht falsche Schlussfolgerungen aus den Daten gezogen werden. Des Weiteren hängen die linguistischen Erkenntnisse, die aus Korpora abgeleitet werden können, stark von der Beschaffenheit (Aufbereitung, Architektur, ...) des gegebenen Korpus ab. In dem Kurs werden in diesem Sinne grundlegende Aspekte der Methodik, der Zusammensetzung, Aufbereitung, kurz: der Arbeit mit Korpora, behandelt. Im ersten Teil des Kurses werden die Grundlagen der Konzeption und Erstellung eines Korpus erläutert. Im Kurs wird ein Testkorpus erstellt, anhand dessen dann beispielhaft die Tokenisierung, die Lemmatisierung und die Wortartenannotation von Texten diskutiert werden. Im zweiten Teil des Kurses wird auf Such- und Auswertungsmöglichkeiten mit den Such- und Visualisierungstool ANNIS (Krause & Zeldes 2014) eingegangen. Vorkenntnisse zu korpuslinguistischen Methoden sind für diesen Kurs nicht notwendig.

Carolin Odebrecht ist Projektmitarbeiterin im Bereich Korpuslinguistik am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Korpus II

Dipl.-Inf. Thomas Krause und Anna Shadrova, M.A.

Der Workshop baut auf Korpus I auf und behandelt weitere Funktionen von ANNIS: Die Suche über Dependenzen und Syntaxbäume, die Frequenzanalyse und die verschiedenen Exportfunktionen. TeilnehmerInnen können Wünsche und Fragen gerne auch vorab per Mail einreichen (shadrova@hu-berlin.de). Um den Inhalten gut folgen zu können, sollten TeilnehmerInnen bereits mit der Suche von Tokenannotationen und Metadaten in ANNIS vertraut sein.

Thomas Krause ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Korpuslinguistik am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Anna Shadrova ist Doktorandin im Bereich Korpuslinguistik am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Korpus III

Dipl.-Inf. Thomas Krause und Anna Shadrova, M.A.

Der Workshop baut auf Korpus I und II auf beschäftigt sich mit fortgeschrittenen Funktionen von ANNIS. Dabei steht die Extraktion und Weiterverarbeitung von Suchergebnissen aus ANNIS im Vordergrund. Wir werden gemeinsam Skripte schreiben, die auf die Programmierschnittstelle von ANNIS zugreifen. Vorkenntnisse in einer Skriptsprache sind daher von Vorteil aber nicht zwingende Voraussetzung für die Teilnahme. TeilnehmerInnen können Wünsche und Fragen gerne auch vorab per Mail einreichen (krauseto@hu-berlin.de).

Thomas Krause ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Korpuslinguistik am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Anna Shadrova ist Doktorandin im Bereich Korpuslinguistik am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Einführung in die Statistik mit R (Englisch)

João Verissimo PhD

R is a free, multi-platform, programming language for statistical computing that is widely used for data analysis in both psychology and linguistics. This course will provide an introduction to the R language, with a special emphasis on the operations and analyses that are of interest to the psycholinguist. The course will cover the following topics: 1) Basics of working with R and with the RStudio graphical environment; 2) Operations on data (recoding, transforming, selecting cases, etc.); 3) Data summaries and visualization (descriptive statistics, plotting, etc.); 4) Inferential tests (t-tests, ANOVA, correlations, etc.).

Requirements: No prior knowledge of R is required.

João Verissimo ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Potsdam Research Institute for Multilingualism (PRIM).

 

Analyse von Reaktionszeiten mit R (Englisch)

João Verissimo PhD

Response times (RTs) are the most widely used dependent variable in the psychology of language, providing a fine-grained indication of the timing of mental processes. In this course, we examine several important methodological concerns that arise in the analysis of RT data, and how these can lead to the violation of statistical assumptions, as well as distort statistical estimates and inference.

The course is mainly practical, involving the application of analytical methods implemented in the R language to explore, visualize and address the different methodological concerns. More specifically, we will cover: 1) the shape of RT distributions, how to choose an appropriate transformation, and how to back-transform statistical estimates; 2) the presence of outliers, how to visualise by-participant distributions, and how to compute regression diagnostics; 3) the influence of trial-level predictors, and their inclusion as covariates in statistical analyses.

Requirements: The course assumes some prior knowledge of data handling and analysis in R; or it assumes that participants have taken the previous course "Einführung in die Statistik mit R".

João Verissimo ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Potsdam Research Institute for Multilingualism (PRIM).

EEG Lab

Dr. Peter beim Graben

EEGLAB (http://sccn.ucsd.edu/eeglab/) ist eine freie MATLAB-Toolbox für die Vorverarbeitung, Analyse und Präsentation elektroenzephalographischer Daten (EEG/EKP). Nach einem Überblick über die grundlegende Handhabung von MATLAB und der graphischen Benutzeroberfläche von EEGLAB, soll die Programmierung von EEGLAB-Skripten erarbeitet werden. Dazu gehen wir von Skript-Vorlagen aus, die an die Besonderheiten einzelner EKP-Experimente angepasst werden sollen.

 

Voraussetzung sind Grundkenntnisse des EKP-Verfahrens.

Peter beim Graben ist ehemaliger Heisenberg-Stipendiat am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

DMDX

Anne Adelt, MA und Dipl.-Linguist Tom Fritzsche

DMDX ist ein Programm zur Durchführung von Sprachverarbeitungsexperimenten. Es erlaubt die Messung der Korrektheit und der Reaktionszeiten von Probanden. DMDX ist sehr flexibel einsetzbar, relativ leicht zu programmieren, steht kostenlos zur Verfügung und hat eine breite Nutzerbasis. Es läuft allerdings nur unter Windows (Unterstützung derzeit bis Windows 8). In diesem Kurs wollen wir DMDX kurz vorstellen und gemeinsam mehrere Experimente programmieren. Dabei sollen die Arbeitsweise des Programms erläutert und verschiedene Funktionen ausprobiert werden. Wir werden mit verschiedenen Stimuli (Text, Ton, Bild und Videos) arbeiten. Neben der Stimulusdarbietung wird auf die Aufzeichnung der Antworten und Reaktionszeiten eingegangen sowie Möglichkeiten der Randomisierung besprochen. Wir empfehlen, den eigenen Laptop (mit Windows-Betriebssystem!) sowie einen USB-Stick mitzubringen. Auf dem Rechner sollte man Administrator-Rechte haben, um DMDX installieren und laufen lassen zu können. Für die Skripte im Rich Text Format (RTF) ist außerdem ein Textverarbeitungsprogramm von Vorteil, es reicht aber auch ein Texteditor. Bei Interesse an einem bestimmten Testparadigma oder bei spezifischen Fragen für ein Experiment bitten wir, uns bereits vor dem Kurs zu kontaktieren.

Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf 16 begrenzt.

Tom Fritzsche ist Labormanager des Spracherwerblabors an der Universität Potsdam. Anne Adelt ist Projektmitarbeiterin (ALADDIN) im Bereich Spracherwerbsstörungen an der Universität Potsdam.

 

Sprachdokumentation

Dr. Kilu von Prince

Im Workshop behandeln wir praktische Fragen, die von der Planung eines Dokumentationsprojekts über die Auswahl geeigneter Hardware hin zur linguistischen Analyse und Archivierung von Sprachdaten reichen. Mit Hilfe des Annotationsprogramms ELAN lernen wir einen zentralen Teil des Arbeitsprozesses direkt kennen.

Kilu von Prince ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Presentation

Dipl.-Phys. Sven Blankenurg

Ziel dieses Kurses ist das Erlernen und Anwenden grundlegender und fortgeschrittener Programmiertechniken in Presentation. Bei Presentation handelt es sich um eine kommerzielle Software (Neurobehavioral Systems), dessen Skriptsprache speziell auf die Bedürfnisse von Neurowissenschaftlern angepasst ist, und somit eine weite Verbreitung in den Neurowissenschaften gefunden hat. Der Inhalt des Kurses befasst sich mit der vollständigen Umsetzung zweier typischer Experimente der Psycholinguistik:

  • eines einfachen Dual-Task-Paradigmas ("Bild-Wort-Interferenzparadigma" nach Schriefers, Meyer und Levelt [1990])
  • eines auditiven semantischen Priming Paradigmas

Dabei werden folgende Methoden vermittelt:

  • Wichtigsten Sprachkonzepte von Presentation
  • Organisation von visuellen und auditiven Stimuli
  • Timing der Stimulus-Darbietung in Presentation
  • Verarbeitung von Probandenreaktionen (Tastatur,Mikrofon)
  • Automatisches Erstellen von Logfiles

Vorkenntnisse im Umgang mit der Programmierung in Presentationen können nicht zwingend vorausgesetzt werden, jedoch werden elementare Grundkenntnisse der allgemeinen Programmierung (Schleifen, if-Abfragen) vorausgesetzt. Teilnehmer dieses Kurses sollten nach aktiver Teilnahme in der Lage sein, selbstständig einfache Paradigmen der oben genannten Typen via Presentation umsetzen zu können.

Der Inhalt des Kurses sollte daher für alle interessant sein, die momentan an der Umsetzung eines Paradigmas in Presentation arbeiten, oder es noch vor sich haben.

Sven Blankenburg ist Promotionsstudent in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Susanne Schreiber am Institut für theoretische Biologie der HU Berlin und in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Benjamin Lindner am Bernstein Center for Computational Neuroscience Berlin. Sein Interesse gilt der mathematischen Modellierung einzelner Neuronen, sowie neuronaler Netzwerke und deren biophysiologischen Eigenschaften.

 

fMRT

Hannah Bohle, M.A.

In diesem dreistündigen Crashkurs wird funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) anhand von Beispielen erläutert. Neulinge und Interessierte können hier einen Einblick in die Planung, Durchführung, Auswertung und Interpretation von fMRT-Studien bekommen.

  • Was bedeuten die bunten Gehirnbilder eigentlich?
  • Wie liest und interpretiert man fMRT-Paper?
  • Welche Fragestellungen können mit fMRT angegangen werden?
  • Welche Vor- und Nachteile hat die Methode?
  • Wie kommt man vom gemessenen Signal zu einer "Gehirnaktivierung" (und wieviel Statistik ist dazu notwendig)?
  • Bei Interesse gibt es Tipps und Tricks für die Planung und Durchführung einer Studie.

Voraussetzung zum Besuch des Kurses: keine

Hannah Bohle ist Doktorandin im Bereich Psycholinguistik am Institut für deutsche Sprache und Linguistik der Humboldt-Universität zu Berlin.