Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft

Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät | Institut für deutsche Sprache und Linguistik | Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft | Forschung | Kritische Edition altlitauischer Kleintexte vom Überlieferungsbeginn bis 1700 (ALKT)

Kritische Edition altlitauischer Kleintexte vom Überlieferungsbeginn bis 1700 (Kurztitel: ALKT)

Förderung DFG, 2019-2022

Projektbeschreibung


Projektziel ist die philologische und linguistische Erschließung aller uns bekannten litauischen ‘Kleintexte’ vom Überlieferungsbeginn bis 1700. Unter ‘Kleintexten’ verstehen wir hierbei Texte mit einem Umfang von bis zu 1000 Wortformen. Inhaltlich und funktional decken sie ein weites Spektrum von Themen und Gebieten ab, angefangen von juristischen und (säkularen oder religiösen) administrativen Texten über Gebete, Lieder und Dichtung bis hin zu Glossen und Einschaltungen in größeren historischen, geographischen und ethnographischen Werken. Im Mittelpunkt steht die kritische Edition dieser Texte mit einem linguistischen und sachkundlichen Kommentar. Jedem Einzeltext wird eine deutsche Übersetzung beigegeben, ermittelte deutsche, polnische oder lateinische Übersetzungsvorlagen werden mitediert. Sowohl im sachkundlichen als auch im linguistischen Bereich geht das Projekt über die reine Textedition weit hinaus. Die Texte werden klassifiziert, beschrieben und in ihren Kontext eingeordnet (theologisch, politisch, rechtlich oder geschichtlich). Überlieferungssituation und Erschließungsgrad der Einzeltexte werden genau dokumentiert. Die sprachwissenschaftliche Bearbeitung umfasst zudem die Erstellung eines vollständigen Wort- und Formenverzeichnisses und eines grammatischen Abrisses, der die Grundlage einer historischen Beleggrammatik des Altlitauischen bilden soll. Die Forschungsergebnisse werden als dreibändige Druckedition (Edition, Faksimileband, Lexikon und Grammatik einschließlich der Indices) publiziert, das Wort- und Formenverzeichnis zusätzlich mittels ANNIS als webfähiges separates Corpus und lexikalisches Referenzwerk.

 

The project aims at editing all shorter Old Lithuanian texts known to date and making them accessible for future research. We include all texts comprising up to 1.000 words from the beginning of written transmission to the year 1700. These much-neglected texts span a wide range of subject areas, genres and aims, from legal matters and (secular or religious) administrative texts to prayers and hymns, praise poems and macaronic poems, but also glosses and citation words found within larger historical, geographical or ethnographical works.

The main focus is on a scholarly edition of these texts with commentaries on both language and subject matter. Each text will be translated into German and accompanied by any known German, Polish or Latin source texts. Both with regard to its linguistic and historic aims the project will go well beyond a mere text edition. The texts will be classified, described and placed within their religious, political, legal or historical context. Questions of text transmission will be treated in detail. The linguistic treatment moreover comprises a complete index of words and forms and a grammatical survey, which is intended as a first step towards a historical grammar of Old Lithuanian based on actually attested forms.

The results will be published as a three-volume print edition (edition, facsimile, and a lexicon volume with grammar and indexes). Additionally, the index of words and forms will be converted into a separate webbased corpus and online reference tool by means of ANNIS.

 

Zusammensetzung der Arbeitsgruppe


Projektleitung:

Prof. Dr. Wolfgang Hock

PD Dr. Anna Helene Feulner

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen:

Eine Postdoktorand*innenstelle (100% E13)

Eine Promotionsstelle (65% E13)

 

Studentische Hilfskräfte:

Zwei Stellen (40 Stunden/Monat)