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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft

Altlitauisches etymologisches Wörterbuch (ALEW)

Projektbeschreibung


 

Gegenstand des Altlitauischen etymologischen Wörterbuchs (ALEW) ist der Erb- und Lehnwortschatz des Litauischen vom Überlieferungsbeginn bis 1700, der in über 3000 Artikeln dokumentiert und etymologisch analysiert wird. Grundlage der etymologischen Analyse ist die Lexik von etwa 140 altlitauischen Sprachdenkmälern, die ungefähr je zur Hälfte aus umfangreichen Werken (Bibel, Postillen, Katechismen, Gesang- und Gebetbüchern, Lexika, Grammatiken, Sammelbänden) und kürzeren Texten (Gebeten, Glossen, Gedichten, Albumeinträgen, Eiden, Erlassen, Einschaltungen in lateinischen oder deutschen Texten) bestehen. Auch wenn der inhaltliche Schwerpunkt des Wörterbuchs in der vollständigen etymologischen Neuanalyse der altlitauischen Lexik auf dem gegenwärtigen Forschungsstand der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft liegt, übernimmt das ALEW mit seiner streng philologischen Belegerfassung und -dokumentation sowie der Angabe von Erstbelegen Aspekte eines historischen Wörterbuchs für diesen Zeitraum.

 

Abgesehen von zahlreichen Neulesungen, Neuinterpretationen und der Dokumentation bislang noch nicht registrierter Lexeme, Wortformen und Bedeutungen, die in das Wörterbuch eingeflossen sind, wird hier erstmals ein repräsentatives Bild der altlitauischen Lexik gegeben. Die Konzentration auf das Altlitauische erlaubt zudem eine systematische Betrachtung des Lehnguts, das insbesondere die größtenteils aus dem Deutschen und Polnischen übersetzte geistliche Literatur dieses Zeitraums prägt und das noch nie in seiner Gesamtheit untersucht worden ist.

 

Für ein Etymologikon singulär ist die direkte Bezugnahme auf die Primärquellen auf Grundlage eigener Sammlung und Erschließung der Textzeugnisse. Das zugrundeliegende Textkorpus stellt die derzeit umfassendste Sammlung altlitauischer Sprachdenkmäler dar. Die ausführliche und konsequente Belegstellenangabe ermöglicht jederzeit den Zugriff auf die Quellen.

Zahlreiche Neulesungen und Neuinterpretationen sind in das Wörterbuch eingeflossen, zahlreiche bislang noch nicht registrierte Lexeme, Wortformen und Bedeutungen werden dokumentiert, um erstmals ein repräsentatives Bild der altlitauischen Lexik entstehen zu lassen.

 

Projektleitung


 

Prof. Dr. Wolfgang Hock

 

Mitarbeiter


 

Dr. Elvira-Julia Bukevičiūtė

Dr. Rainer Fecht

PD Dr. Anna Helene Feulner

PD Dr. Eugen Hill

PD Dr. Christiane Schiller

PD Dr. Dagmar S. Wodtko