Korpuslinguistik und Morphologie
Für die empirische Bearbeitung vieler linguistischer Forschungsfragen benötigt man Textdaten. Die Korpuslinguistik beschäftigt sich mit dem Aufbau, der Aufbereitung und der Auswertung von (elektronischen) Korpora. Korpora sind Textsammlungen, die gemäß linguistischen Fragestellungen zusammengestellt werden. Wir beschäftigen uns mit speziellen Korpora wie Lernerkorpora und historischen Korpora genauso wie mit der Architektur für Korpora.
Die Morphologie beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Struktur von komplexen Wörtern. Hauptgebiete sind die Wortbildung, die, grob gesagt, neue Lemmata erzeugt (so wie Reaktionswahrscheinlichkeit oder Gasphasentemperaturbestimmung), und die Flexion, die neue Wortformen erzeugt (Gasphasentemperaturbestimmungen).
Unser Lieblingszitat zum Thema Morphologie sagt eigentlich alles: "Morphology is the conceptual centre of linguistics. This is not because it is the dominant subdiscipline, but because morphology is the study of word structure, and words are at the interface between phonology, syntax, and semantics. Words have phonological properties, they articulate together to form phrases and sentences, their form often reflects their syntactic function, and their parts are often composed of meaningful smaller pieces. [...] For this reason, morphology is something all linguists have to know about." (Spencer & Zwicky, 1998, 1)
Aktuelles
- 08./09. Oktober 2026 Workshop Register Variation in Spontaneous Speech, organisiert von den Projekten C02, C05 und C06 des SFB Register mit verschiedenen Vorträgen der Korplings.
- Okt 26: Vortrag Relativisch-attributives welch- im Frühneuhochdeutschen: Routinisierung einer Konstruktion in
unterschiedlichen Texttypen von Jürg Fleischer, Lena Haden und Anke Lüdeling bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Germanistische Sprachgeschichte in Essen. - Sep 26: Vortrag Complexity in Joint Corpus Representations, Under-specified Simultaneity, and the Case of KIParla von Martin Klotz, Thomas Krause, Anke Lüdeling, Caterina Mauri & Ludovica Pannitto auf der KONVENS 2026 in Hamburg.
- Juli 26: Vortrag TextPloring: Expanding (Meta)data Modeling for Cross-Disciplinary Data Exploration and Reuse von Leo Born, Paula Rebecca Schreiber, Isabell Trilling, Maik Bierwirth, Toska Brandl, Malte Dreyer, Torsten Hiltmann, Anke Lüdeling, Tsimafei Luzan und Carolin Odebrecht bei der Digital Humanities 2026 (DH2026) Conference in Daejeon.
Neue Veröffentlichungen von den Korplings
- Neue Korpusversion: Belz, Malte, Anke Lüdeling & Christine Mooshammer. 2026. Corpus of Non-Native Addressee Register (CoNNAR): Version 2. Medien-Repositorium. https://rs.cms.hu-berlin.de/phon, Die Dokumentation auf Zenodo als pdf und html: https://doi.org/10.5281/zenodo.21718275
- Andreas Konietzko, Susanne Winkler (Hrsg.) (2026) Information Structure and Discourse in Generative Grammar: Mechanisms and Processes [Studies in Generative Grammar 146]. Berlin/New York: De Gruyter. DOI: 10.1515/9781501514425
- Andreas Konietzko, Kordula De Kuthy, Susanne Winkler (2026) The information structure and common ground status of weil-fragments in German. In: Andreas konietzko, Susanne Winkler (Hrsg.) Information Structure and Discourse in Generative Grammar: Mechanisms and Processes. Berlin/New York: De Gruyter, 337-367. DOI: 10.1515/9781501514425-011
- Leo Born, Paula Rebecca Schreiber, Isabell Trilling, Maik Bierwirth, Malte Dreyer, Rolf Guescini, Torsten Hiltmann, Anke Lüdeling (2026) TextPloring: Interdisziplinäre Erschließung und Nachnutzung von Forschungs(meta)daten in den Digital Humanities. Zenodo. DOI: 10.5281/zenodo.18548000
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