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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Korpuslinguistik und Morphologie

WHiG - What's hard in German?

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Beschreibung
Ziel unseres Projektes ist es, diejenigen sprachlichen Strukturen im Deutschen ausfindig zu machen und zu untersuchen, die besondere Schwierigkeiten beim Erwerb des Deutschen als Fremdsprache bereiten. Solche Schwierigkeiten werden in der Regel durch Betrachtungen von Fehlern ermittelt (bspw. Borin & Prütz 2004 oder Westergren-Axelsson & Hahn 2001). Werden schwierige Strukturen von Lernern jedoch vermieden, scheitert dieser Ansatz. Daher vermuten wir, dass es für eine systematische Suche nach schwierigen Strukturen effektiver ist, deren relatives Vorkommen in Lernerdaten zu untersuchen.

Zugang zu den Korpora
Die Korpusdaten sind frei verfügbar und können sowohl heruntergeladen als auch über ANNIS durchsucht werden. Weitere Information hierzu finden Sie auf der Falko-Zugangsseite.

Arbeitspacket 1
Arbeitspaket 1 (AP1) bezweckt die Identifikation struktureller Lernschwierigkeiten im DaF, die nicht durch Interferenzen (negative Einflüsse) der Muttersprache (L1) der Lerner bedingt und somit L1 -unabhängig sind. Zu diesem Ziel werden unterrepräsentierte Strukturen mittels der Nutzung von schriftsprachlichen Daten des Lernerkorpus FALKO-A (Lüdeling et al. 2008), gesucht. Die Grundannahme ist, dass genau diese Strukturen schwer zu erwerben sind. Diese Hypothese wird anhand der quantitativ ermittelten Strukturen überprüft. Dieser Ansatz soll neue Erkenntnisse zur Komplexität des Deutschen und der Lernbarkeit des DaF liefern. Allgemeiner betrachtet, wird WHIG zur Bewertung existierender Spracherwerbstheorien beitragen und in diesem Feld neue Perspektiven eröffnen.

Arbeitspacket 2
In AP2 verschiebt sich der Fokus auf den Erwerb schwieriger Strukturen, indem die in AP1 diagnostizierten strukturellen Lernschwierigkeiten auf ihren Erwerb bei britischen DaF-Lernern untersucht werden. Hierfür wird ein deutsches Lernerkorpus britischer Muttersprachler erstellt und qualitativ wie quantitativ daraufhin untersucht, in wie weit und in welcher Reihenfolge schwierige Strukturen erworben werden. AP2 soll damit längerfristig zur Weiterentwicklung der britischen DaF-Lehre bzw. Fachdidaktik beitragen.

Projektdauer
Juli 2009 – Juni 2012

Projektleiter
Anke Lüdeling
Astrid Ensslin (Bangor University, Wales)

Mitarbeiter

Berlin:
Marc Reznicek
Franziska Schwantuschke

Bangor:
Cedric Krummes

Partneruniversitäten
Aberystwyth University, German Department
Bangor University, German Department
Bristol University, Department of German
University of Leeds, Department of German, Russian and Slavonic Studies
University of Nottingham, Department of German
Queen Mary, University of London, Department of German
The University of Sheffield, Department of Germanic Studies

Publikationen:

  • Zeldes, Amir/Lüdeling, Anke/Hirschmann, Hagen (2008): "What’s hard? Quantitative evidence for difficult constructions in German learner data". In: Proceedings of QITL 3. Helsinki.

Vorträge:

  • Zeldes, Amir/Lüdeling, Anke/Hirschmann, Hagen (2008): What's Hard? Quantitative Evidence for Difficult Constructions in German Learner Data. Helsinki, Finnland: Quantitative Investigations in Theoretical Linguistics 3, 2.-4. Juni 2008 [ Abstract] [ Folien]
  • Hirschmann, Hagen/Zeldes, Amir/Lüdeling, Anke (2009): Interaction between Colligation, Register and Surface Variability in German Learners and Natives. Osnabrück: Dgfs 2009, AG 6, 4.-6. März 2009 [ Abstract]
  • Hirschmann, Hagen (2009): Von der Restkategorie Adverb zur korpusrelevanten syntaktischen Ausdifferenzierung. Mannheim: Grammar & Corpora 3, 22.-24. September 2009.

 

Kooperation:

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Gefördert durch :

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